Datenschutz (GDPR)

Seit die neue europäische Datenschutzverordnung GDPR vor zwei Jahren in Kraft trat, wurden bereits mehrere hundert Verstösse mit Bussgeldern geahndet. Wobei der bisherige Rekord bei einer Summe von rund 50 Millionen Euro liegt. Schweizer KMU sind nach wie vor verunsichert.

Ein deutscher LKW-Fahrer musste 200 Euro Busse zahlen, weil er Dash-Cam-Aufnahmen im Internet veröffentlichte. British Airways wird voraussichtlich rund 22 Millionen Euro auf Grund schlechter IT-Sicherheits-Vorkehrungen bezahlen müssen. Fälle von GDPR-Verstössen welche mit Bussgelder geahndet werden häufen sich. Etwa 500 Fälle und deren Bussgelder sind öffentlich bekannt. Die Tatsache, dass bis Anfang des Jahres 2020 etwa 160’000 Verstösse angezeigt wurden und die Bescheide nicht öffentlich gemacht werden müssen, lässt auf wesentlich mehr Bussen schliessen und zeigt, dass die neuen Datenschutzvorgaben der EU ernst genommen werden.

„etliche schweizer KMU sind nach wie vor verunsichert“

Während internationale Grossfirmen dank grosser Rechtsabteilung, Anwälten und Beratern meist entsprechende GDPR-Projekte ins Leben gerufen und die notwendigen Massnahmen grösstenteils bereits umgesetzt haben, sind etliche Schweizer KMU nach wie vor verunsichert. Die nach einem knapp vierjährigen Prozess von der Bundesversammlung verabschiedete Revision des Schweizer Datenschutzgesetzes führt zu einer Angleichung an das GDPR, behält aber auch weiterhin eine gewisse Eigenständigkeit und weicht in einigen Punkten von der GDPR ab. Dies erhöht die Unsicherheit für Schweizer KMU zusätzlich.